Die Fahne auf Halbmast dissen

Manchmal verstecke ich meine Ansichten im Falle ihres Plurals. Nicht, weil ich mich zu einer eindeutigen Haltung nicht durchringen könnte, sondern weil es mit zwei Sätzen nicht getan ist. Man kann nicht jeder Geschwindigkeit gerecht werden, weil die Zeit dafür schlicht fehlt. In solchen Situationen zahlreicher Perspektiven trotzdem handlungsfähig zu bleiben, ist eine Herausforderung. Dieses Handeln ist natürlich intransparent, da weiterhin völlig erklärungsbedürftig, aber diese Privatheit gönne ich mir.

Ich will keine Fahnen diskutieren.

Sehr oft sind Abwägungen das Ergebnis der betrachteten Zeitspanne. Wird der Beobachtungs-, oder Annahmezeitraum kurz gefasst, kommt man zu anderen Entscheidungen, als in längeren Szenarien. Welche Zeitspanne erwägen wir bei dem laufenden Fahnenexperiment? Unsere Äußerungen haben inzwischen den Beobachterstatus des Die-Gedanken-sind-frei verloren. Wir veröffentlichen unser Ego, bis es zu einer entscheidenden Variabel wird, der man sich stellen muss, während wir weiter unsere Unverantwortlichkeit als Würde auf Twitter behaupten.

Flagflaming.

Ich will nicht über Fahnen reden, da sie keine Probleme lösen. Nennt mir nur eine konkrete Herausforderung, die durch Fahnen gelöst würde – falls es darum ging.

Innere Demokratie bedeutet auch Gelassenheit. Und eine Haltung ist keine Symbolpolitik.

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